Bianca Schwacke – Bewusstseins- & Energiearbeit

Blockaden und Glaubenssätze durch Bewusstsein und Energie lösen und ändern. Quantenheilung.

Monatsarchive: März 2010

Cybertalk – oder das, was von unserer Persönlichkeit übrig bleibt

„Schreiben Sie mir eine Email“ oder „schicken Sie mir eine SMS“. Oder, „treffen wir uns doch gleich im Paralleluniversum.“

Ich begrüße Sie in der Neuen Welt, welche immer realer zu werden scheint als die eigentlich echte. Mensch-zu-Mensch-Beziehungen, die anscheinend nur noch über Glasfaserkabel funktionieren. Erschreckend dann, wenn man heutzutage einem echten Menschen begegnet, der eine Mimik zeigt, Parfum oder Deo trägt und Laute von sich gibt.

Das Internet fand in Deutschland Mitte der 80iger Jahre seinen Ursprung in den Computerzentren der Universitäten Karlsruhe und Dortmund. So wurde es möglich, mit anderen Informatikeinrichtungen in den USA und anderen bis dato angeschlossenen Staaten, wie Kanada, Schweden und Israel zu kommunizieren. Damals wurde das Internet zu reinen wissenschaftlichen Zwecken eingesetzt.

Damals, als unsere Kinder noch echte Spielzeuge hatten, im Wald Bretterbuden bauten und abends mit dreckigen Hosenboden nach Hause kamen. Die Mütter aus echten Büchern vorlasen, bastelten und Omas handgeschriebene Backrezepte ausprobierten.
Mitte der 80iger zierten bestenfalls elektrische Schreibmaschinen die Schreibtische der Sekretärinnen. Die Vorgesetzten trafen sich persönlich mit ihren Kunden und Lieferanten und lernten ihre Mitarbeiter beim Vorstellungsgespräch kennen.
Tja, damals. 25 Jahre sind seitdem vergangen. 25 Jahre, in der die Menschheit immer unpersönlicher zu werden scheint. Ohne Zweifel hat die Entwicklung der IT und des Internets, sowie der Handys viele Vorteile, aber mindestens genauso viele Nachteile.

Sprechen wir noch miteinander oder texten wir nur noch? Immer mehr Menschen siedeln sich im Paralleluniversum Cyberworld an. Eine Plattform, die uns ermöglicht, in jeder Sekunde mit unendlich vielen Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Eigentlich doch eine sehr lukrative Art der Kommunikation, oder nicht? Könnte aber zur unendlichen Oberflächlichkeit  ausarten. Mensch zu Kontakt hinzufügen, Mensch löschen, Mensch vergessen. Außerdem können wir gar nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob unser Gegenüber aus Fleisch und Blut besteht, oder ob wir es womöglich mit einem programmierten Chip namens Cyber-Ann oder Cyber-Joe zu tun haben. Reicht dieses Miteinander wirklich aus? Kann man davon emotional satt werden, wenn nur noch gechattet, ge-smst oder getwittet wird? Genügt es, wenn uns Cyber-Ann in unserer Vorstellung in den Arm nimmt oder Cyber-Joe uns übers Netz etwas Nettes ins Ohr säuselt?
Ich denke nicht. Die Arme eines Computers sind sehr kalt und können die menschliche Nähe und Wärme wohl keinesfalls ersetzen.
Wissen unsere Kinder in 20 Jahren noch, wie echte Blumen riechen und Vögel singen. Wann der Frühling kommt und wann der Winter?

Wen wundert es bitte, dass immer mehr Menschen unter Burn Out oder Depressionen leiden, wenn im Job und im Privatleben alles immer schneller wird. Und wem bringt es etwas?
Schafften wir damals 10 Dinge an einem Tag, so leisten wir heute das 20ig-Fache oder mehr. Hört sich doch toll an, wenn man vom Ist-Zustand ausgeht. Die Wirtschaft müsste ohne Ende boomen. Doch, ist der Mensch aufgrund seiner Konstitution für diesen Wahnsinn geschaffen? Ich denke nicht. Aber mit der richtigen Einstellung, werden wir in Zukunft bestimmt noch Größeres schaffen:

Heute noch habe ich meinen menschlichen Körper, meine Emotionen, mein Seelenleben, morgen tausche ich genau das alberne Zeug gegen einen Future-Body aus. Irgendeiner wird den bestimmt erfunden haben.

 …und wenn nicht?

Tja, dann mache ich trotzdem weiter wie bisher und versuche noch schneller zu werden. ABER, wenn das nur eine Fiktion ist, dann falle ich irgendwann tot um und kann sagen:

„ICH HATTE EINE MENGE CYBERFUN“

 

 


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